Ein Kaffee am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen…
… vor allem, wenn der Kaffee fair gehandelt wurde!

70% aller Deutschen Erwachsenen trinken täglich eine Tasse Kaffee
Kaffee ist nach Erdöl der weltweit wichtigste Exportrohstoff. Über 100 Millionen Menschen auf unserem Planeten leben von der Produktion, Verarbeitung und dem Vertrieb von Kaffee. Kaffee ist nach Wasser das Lieblingsgetränk (und sowieso das Lieblings-Heißgetränk der Deutschen). Im Jahr 2008 wurden 148 Liter Kaffee pro Kopf getrunken. Rund 70% aller deutschen Erwachsenen trinken täglich Filterkaffee oder eine der vielfältigen Kaffeespezialitäten wie Espresso oder Latte Macchiatio. Dennoch werden die Produzenten in den südlichen Ländern nicht reich von ihrem Beruf. Die Kleinproduzenten erhalten nur einen sehr geringen Anteil des Ladenpreises, der einer Kleinbauernfamilie kaum erlaubt, menschenwürdig zu leben.
In den letzten fünf Jahren ist der Kaffeemarkt weltweit in eine schwere Krise geraten. Der Erlös, den die Kleinbauern erhalten, deckte oftmals nicht ihre Produktionskosten ab. Ein Überangebot an Kaffee, neue Anbieter auf dem Markt und ein gleichzeitig stagnierender Konsum in den Industrieländern - all das hat zu der Krise geführt. Erst seit kurzem steigen die Kaffeepreise wieder an, da das größte Kaffeeexportland Brasilien unter einer Trockenperiode leidet.
1992 startete der gemeinnützige Verein TransFair seine Arbeit mit dem Ziel, benachteiligte Produzentenfamilien in Afrika, Asien und Lateinamerika zu fördern und durch den Fairen Handel ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen zu verbessern. TransFair handelt nicht selbst mit Waren. Der Verein vergibt vielmehr sein Siegel für fair gehandelte Produkte. TransFair ist also keine Marke, sondern zeichnet Produkte mit seinem Siegel aus, die zu festgelegten fairen Bedingungen gehandelt wurden. Der Faire Handel unterstützt Produzentinnen und Produzenten in den Entwicklungsländern, um ihnen eine menschenwürdige Existenz aus eigener Kraft zu ermöglichen. Durch gerechtere Handelsbeziehungen sollen die Lebensbedingungen der Kaffeebauern und ihrer Familien verbessert werden, die Binnenwirtschaft gestärkt und langfristig ungerechte Weltwirtschaftsstrukturen abgebaut werden. Zum Beispiel decken die festgelegten Mindestpreise und Aufschläge die Produktionskosten und sichern das absolute Existenzminimum. Darüber hinaus kann auch in eine nachhaltige Zukunft investiert werden. Der Faire Handel fördert gezielt die besonders benachteiligten kleinbäuerlichen Familien und deren Selbsthilfeinitiativen. Diese Initiativen sind Genossenschaften/Kooperativern verschiedener Bauern, die zumeist fern ab von Straßen und Zivilisation leben. Normalerweise sind sie also von Zwischenhändlern abhängig. Durch den Zusammenschluss mit anderen schaffen sie es allerdings sich unabhängiger zu machen. Die Kleinbauern sind an allen wichtigen Entscheidungen ihrer Genossenschaften direkt und demokratisch beteiligt. Dies gilt insbesondere für die Kontakte zum Management, aber auch für die Verwendung des Mehrerlöses aus dem Fairen Handel, der zum Beispiel zum Kauf von Maschinen oder zur Weiterbildung verwendet werden kann.
Die wichtigsten Ziele des fairen Handels sind unter anderem der direkte Handel mit den Produzentengruppen unter Ausschluss von Zwischenhändlern, Zahlung von Mindestpreisen, die über dem Weltmarktniveau liegen, Zahlung von Prämien, Vorfinanzierung sowie langfristige Lieferbeziehungen. Fair Trade Häuser wie die Gepa wollen als verlässliche Partner den Produzent(inn)en ermöglichen, unter menschenwürdigen Bedingungen am nationalen und internationalen Marktgeschehen teilzunehmen und für sich aus eigener Kraft einen angemessenenm Lebensunterhalt sicherzustellen.

der Stellenwert des Kaffees
Für uns alle, die wir in einem gut entwickelten Industrieland leben, bedeutet dies also: Mit der morgendlichen Tasse Kaffee können wir einen Beitrag zu einer faireren, lebenswerteren Welt leisten. Fast jeder Supermarkt vertreibt mittlerweile fair gehandelten Kaffee – in ganzen Bohnen, Pulver und sogar Pads. Und nicht nur im Fairhandelshaus Gepa, sondern auch bei Tchibo oder Starbucks ist eine faire Variante erhältlich.
Fairer Handel wird außer mit Kaffee auch noch mit Tee, Kakao und Schokolade, Bonbons, Eis, Kekse, Orangen- und Fruchtsaft, Honig, Bananen, Wein, Zucker, Gewürze und Reis getrieben.
Quellen:
transfair, fair4you, Handelskriterien, gepa, Starbucks
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Kategorien: Opéra Comique
Tags: einkaufen, freiheit, freiwillig, probleme

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