Ich bin eine Frau – Respektier mich!
Du bist also eine Feministin? Willst du etwa sagen, du bist lesbisch? Oder rasierst du dir nur einfach nicht die Beine?
In der Geschichte des Feminismus zeigen sich viele Parallelen zum Rassismus. Mit dem Umbruch der Gesellschaft (Industrialisierung/Aufklärung) bildete sich eine neue “imaginierte Gemeinschaft” im Sinne des Eurozentrismus. Der europäische Mann wurde als “Norm” betrachtet. Alle anderen und auch Frauen standen unter dem Mann. Frauen wurden in dieser Hierarchie mit “lower races” gleichgesetzt. Niederer Wissensstand, Anfälligkeit für Krankheiten und Unfähigkeit zur Selbsständigkeit sind nur einige der Charakteristika, die Frauen, Farbigen und Affen zugeschrieben wurden.
Grundlegend für den Feminismus ist die Überzeugung, dass eine gesellschaftliche Ungleichheit zwischen Mann und Frau existiert. Das Konzept zielt auf eine verbesserte Lage der Frau und eine faktische Gleichstellung in der Gesellschaft. Heutzutage gibt es zahlreiche feministische Strömungen, die teilweise gegensätzlich sind. Während sich die meisten feministischen Überzeugungen auf Forderungen wie Chancengleichheit konzentrieren, gehen einige, wie zum Beispiel der Gynozentrismus, sogar über diese Gleichheitsforderung hinaus und fordern eine konkrete Bevorzugung der Frau durch eine matriarchale Gesellschaftsordnung.

Kritisiert werden alle Feministinnen. Sie würden sich ungebührlich dominant verhalten und ihre Weiblichkeit verneinen. Doch genau darum geht es nicht. Frauen sollten sich nicht in eine Opferrolle positionieren und versuchen, dem Mann immer ähnlicher zu werden, sondern einfach als Mensch ernst genommen werden. Jeder auf diesem Planeten möchte respektiert werden, dabei kommt es nicht auf Geschlecht, Herkunft oder Stand an.
Problem dabei sind unsere Medien. Die Werbung vermittelt ein ganz bestimmtes Bild davon, wie eine Frau sein sollte. Ein völlig unnatürliches Bild, dem viele Frauen aber unbewusst nachzueifern beginnen. Das selbe gilt für Männer. Der Mann ist der starke Beschützer. Wäre es nicht an der Zeit für eine Emanzipation der Männer? Statt Macho und Familienernährer, sollte es eine Bewegung entgegen der Stereotypen und Druck der Gender geben!
Feministin Sein oder sich als Feministin fühlen, ist eine Entscheidung, die jeder für sich selbst treffen muss, denn im Prinzip steckt man sich damit wieder in eine Schublade. Die Aussage “Ich bin Feministin” ruft bei jedem Menschen bestimmte Reaktionen und Assoziationen hervor, gute oder schlechte, die das Bild, das Mensch von sich vermittelt, vorbelasten.

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Kategorien: Gedankenwelt
Tags: Feminismus, frauen, freiheit, Gedankenwelt, männer, Respekt

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