SKA – oder gute Laune aus Jamaika

Diese einzigartige Tanzmusik sorgt immer für gute Laune, ein gutes Gefühl. In ihr sind die wärmende Sonne und das Lebensgefühl ihres Ursprungslandes Jamaika wieder zu erkennen.
In Jamaika wurde der Ska geboren
Im frühen 20. Jh. vermischten Jamaikaner die fröhliche karibische Volksmusik Mento mit dem amerikanischen Rhythm & Blues und betonten den Offbeat. Zum Teil sind zudem Jazz und Gospel Einflüsse wieder zu finden. Ska (wie auch Reggae, Dancehall, Rocksteady,…) sind deshalb gerade in Jamaika entstanden, weil dort die Musik ein Weg aus der Armut sein kann. Viele Jamaikaner versuchen ehrgeizig mit ihrer Musik aufzufallen, was sie mit dem Ska definitiv geschafft haben. Denn während sich diese flotte Tanzmusik in Jamaika selbst zu Rocksteady oder dem langsameren, religiöseren, gefühlsbetonteren Reggae wandelte – da Tänzer bei den tropischen Temperaturen ruhigere Musik und weniger schweißtreibende Bewegungen bevorzugten – schwappte die Ska-Welle nach Europa hinüber.
„Rude Boys“ brachten den Ska nach Europa
Die „Rude Boys“, jamaikanische Hooligans, brachten bei ihrer Immigration nach England die Ska Musik mit, die zur Lieblingsmusik der frühen Skinheads in England wurde. Diese Szene war zu der Zeit multikulturell und entstammte der britischen Arbeiterklasse. Die Jugend-Gangs rasierten sich den Schädel, um sich von den langhaarigen Hippies abzusetzen. Zwar waren sie tatsächlich häufig ziemlich brutal, aber keineswegs rassistisch. Als der „Punk“ aufkam, ging der Ska ein wenig unter, aber immer wieder kam er an anderer Stelle erneut auf.
Ska Bands, ob „groß“ oder „klein“, finden sich überall
Es gibt nun die ganz „Großen“, weltweit bekannten Bands wie Ska-P, die politisch gesehen anarchistisch und musikalisch gesehen explosiv sind. Ihre Musik verführt die Hörer regelrecht dazu zu zuhören. Ska-P ist ein Wortspiel aus der Musikrichtung “Ska” und dem spanischen “escápe”, was übersetzt flüchten bedeutet. Eine Flucht in den Ska?! Aber neben Ska-P, la Vela Puerca oder The Skatalites, gibt es mittlerweile sogar in jeder deutschen Stadt bekanntere oder weniger bekannte Ska Bands. Um nur ein paar aus Nordrhein Westfahlen zu nennen: The Busters, Ratatouille, Con>senso und The Slapstickers.
Bis nach Finnland ist der Ska gekommen, obwohl Finnland, das Klima und die Mentalität betreffend, ein enormer Gegensatz zu Jamaika ist. Eine sehr bekannte finnische Band sind „The Valkyrians“, die im Dezember 2006 in Deutschland tourten.

Die Besetzung einer Skaband
Ska Bands bestehen grundsätzlich aus einer Rhythmusgruppe, also Gitarre, Bass, Klavier/Keyboard/Orgel und Schlagzeug, und aus einer Bläsergruppe: Trompete, Saxophon und Posaune. Die Besetzung muss nicht immer eins zu eins sein, es kommt vor, dass Bands mehrere Saxophonisten oder Trompeten-Spieler haben, aber auch, dass weitere Instrumente eingesetzt werden, z.B. ein Susaphon oder ein Akkordeon.
Gesungen wird Spanisch, Englisch, Französisch, Deutsch, Russisch oder eben Finnisch.
Wie der Ska zu seinem Namen kam
Es gibt einige „Legenden“ darüber, wie der Ska zu seinem Namen kam. So beansprucht zum Beispiel die Band The Skatalites für sich, dass Wort Ska erfunden zu haben, da es am besten zu der Musik passen würde. Eine andere Legende besagt, dass während einer Jamsession mit Prince Buster (Cecil Bustamente) ein Gitarrist eher versehentlich den Offbeat statt des Downbeats betonte, woraufhin Prince Buster gesagt haben soll „Do again this „Ska“!“ Ein dritter, der behauptet „Ska“ erfunden zu haben, ist Clement Dodd. Er stand 1960/61 in Wettbewerb mit Prince Buster, und war der erste, der zusammen mit Bands Ska-Aufnahmen machte. Es ist also nicht genau geklärt wie der Ska zu seinem Namen kam.
Dennoch sollte keiner den SKA verpassen, holt euch die gute Laune, den jamaikanischen Sonnenschein!

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