Über die Zeit – ein Gedicht
Der Tag stand da,
in seinem rosaroten Lichtgewand.
Irgendwo, irgendwie, irgendwann.
Jede Vergangenheit betrachtet man in neuem Licht,
plötzlich hat man eine andere Sicht
der Dinge. Es scheint so,
als wär’ es eine Diashow.
Highlights bleiben im Gedächtnis
sind ein buntes Vermächtnis
Für die Nachwelt,
deren Handeln
und Wandeln
nun missfällt.
Der Tag steht da,
in einem rosaroten Lichtgewand.
Irgendwo, irgendwie, irgendwann.
Jedes Jahr, jeden Monat, jeden Tag
behandele ich wie den letzten,
weiß ihn herzlichst zu schätzen,
damit ich nicht verzag’
nutze ich jede Stunde, jede Minute, jede Sekunde.
Carpe diem, mach das Beste draus.
Ein Leben in Saus und Braus,
in Hülle und Fülle, es ist in aller Munde.
Auf diese Weise
Gehen wir vor die Hunde,
hinterlassen eine Schneise,
eine tiefe Wunde.
Der Tag wird dastehen,
in seinem rosaroten Lichtgewand.
Irgendwo, irgendwie, irgendwann.
Ein lustvoller Blick voraus
Ist niemals ein Graus.
- Die Zeit heilt alle Wunden,
- Jeder Schmerz ist dann verschwunden.
Eine Freundin ist die Zukunft,
sie betrachtet mich mit Gunst.
- Was war wird verziehen und vergessen,
- ich hab’ es alles schon gefressen.
Zukunft meine Treue,
Vergangenheit heißt Reue.
Ein Tag der war, ist oder wird,
ob rosarot und lichten oder dunkel und tot,
irgendwo, irgendwie, irgendwann,
muss ein jeder begreifen – mit Vernunft –
dass Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft
eines sind.
Dieses gewaltige Donnern und Beben
ist dein Leben!
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Kategorien: Gedankenwelt
Tags: Gedankenwelt, gedicht




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